Jonas und Louis spielen zusammen in einer C-Jugend-Fußballmannschaft eines DFB-Vereins in Büren. Jonas ist der Torwart des Teams.Seit Jahren spielt er schon mit seinen Freunden in dem Verein. Sie sind ein Team, wie man es sich wünscht. KLar gibt es mal Stress und ja, man verträgt sich auch wieder. Aber was viel wichtiger ist, man hält zusammen. Erfolg und Niederlage sind gemeinsame Sache. Ach ja: Jonas trägt eine Prothese, weil er als Kleinkind an Krebs erkrankt ist und das Bein oberhalb des Knies amputiert werden musste. Aber das heißt ja nicht, dass man deswegen kein Fußball spielen kann.
In dem regulären Spielbetrieb zeigt das Team um Jonas und Louis, dass Inklusion nicht schwierig ist. Jonas hat eine Sonderregelung durch die DFB-Strukturen erhalten. Er darf mit seiner Prothese als Spieler aktiv sein. Diese Genehmigung gilt nur für Jonas. Aber auch viele andere Spieler mit einer Amputation haben solche Genehmigungen beantragt und auch erhalten. Im europäischen Ausland gibt es noch viele andere Beispiele von Fußballern mit einer Amputation. Also, wenn man will, dann schafft man das. Und viele Menschen helfen auch gern dabei.
Die Geschichte von Jonas war auch für eine Frankfurter Journalistin ganz interessant. Susan Schädlich hat sich u. a. die Funktionsweise seiner Prothese erklären lassen. Und zeigen lassen, welche Prothesen er hat. Gemeinsam waren wir beim Sport und auch bei dem Physiotherapeuten. Denn da muss Jonas auch regelmäßig hin. Da er wächst, und das sehr schnell, muss der Fachmann genau schauen, dass die Muskulatur von Jonas in einem guten Zustand ist. Und damit das so ist, muss Jonas sehr diszipliniert seine Übungen machen. Und das fällt Jonas nicht immer leicht. Vieilleicht auch normal, oder? Wer hat in dem Alter auch immer Lust, „diszipliniert seine Übungen“ zu machen. Aber ohne Fleiß kein Preis. Das weiß auch Jonas.
Diese kleine Geschiche von Jonas und Louis hat in den vergangegen Monaten sehr viel Aufmerksamkeit gefunden. Inklusion geht manchmal ganz unkompliziert. Vielleicht muss man sich nur oft genug begegnen, dann werde Unterschiede irgendwie selbstverständilch. Und normal. Vielleicht motiviert es uns alle, neugierig auf Begegnungen zu sein. Auf Begegnungen mit Menschen mit Unterschieden und mit Besonderheiten. Auf Begegnungen mit viel Spaß.
Für ein Fotoshooting standen die beiden Kicker gern zur Verfügung. Um ihre Leidenschaft für den Fußball zu zeigen … Um zu demonstrieren, dass man auch bei „saukaltem Wetter“ nur ein T-Shirt tragen kann … Um zu zeigen, dass gemeinsam Sport treiben Spaß machen kann! Erzählt die Geschichte weiter. Damit viele andere davon erfahren.
Wer mehr zu dem Thema wissen möchte, kann gern eine Nachricht an mich senden -> info@ralfkuckuck.de