Kontaktieren Sie mich gern.
logo

Blog

Paralympics 2016 – Erinnerung an einen schönen Tag

Der heutige Tag war grau, regnerisch und ein wenig kalt. Da erinnere ich mich gern an einen der schönsten Tage bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro. Am frühen Abend waren wir zu dritt an der Copacabana und haben Fotos gemacht. Einfach nur schön… 😉

IDM Judo 2016

Internationale Deutsche Meisterschaft Judo 2016 in Heidelberg (06. Februar 2016)

Am Samstag, den 06. Februar 2016 fand in dem Olympiastützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg die Wettkämpfe der Internationale Deutschen Meisterschaft Judo der Sehbehinderten statt.

Neben zahlreichen Athleten aus der Bundesrepublik waren auch Sportler aus 16 weiteren Nationen nach Heidelberg gereist. U. a. ging die sehr große Delegation aus Brasilien, dem diesjährigen Gastgeberland der Paralympics 2016 bei den Wettkämpfen im Olympiastützpunkt an den Start.

Die Internationale Deutsche Meisterschaft 2016 wurde vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) in Kooperation mit dem Deutschen Judo-Bund (DJB) durchgeführt. Beide Partner haben sehr gute Rahmenbedingungen für die nationalen und internationalen Teilenehmer geschaffen.

Carmen Bruckmann (Cheftrainer Judo im DBS), Günter Geist (Abteilungsleiter Judo im DBS und Behindertenbeauftragter im Deutschen Judo-Bund), Dr. Michael Hammer (Deutscher Mannschaftsarzt und Wettkampfarzt in Heidelberg) als auch Dr. Krabbe (zuständig für die Klassifizierungen) haben mit ihren vielen Helfern die Basis für eine Veranstaltung geschaffen, die durch die hervorragenden Leistungen der Athleten gewürdigt wurden.

Judo der Menschen mit Behinderung

Der Judosport der Athleten, die blind oder sehbehindert sind, ist seit 1992 in dem paralympischen Sportartenkatalog vertreten.

Im Judosport der Menschen mit einem Handicap kämpfen die Sportler unabhängig ihrer Beeinträchtigung gemeinsam in ihrer Gewichtsklasse (siehe auch www.judobund.de). Die Gewichtsklassen sind genauso aufgeteilt, wie im Judo der Menschen ohne Behinderung.

Die Besonderheit im Judosport der Menschen mit einem Handicap ist besonders hervorzuheben, dass Athleten, die nichts mehr sehen können, mit Sportlern zusammen kämpfen können, die noch einen geringen Sehrest haben. Um eine Vergleichbarkeit und gute Voraussetzungen zu schaffen, wurde eine Kontaktpflichte eingeführt. Geht dieser Kontakt zwischen den Athleten mit einem Handicap verloren, so wird der Kampf durch die Schiedsrichter unterbrochen.

Allgemeine Informationen zum Judo

„Judo (…) ist eine japanische Kampfsportart, deren Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ beziehungsweise „maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand“ ist.

Begründet wurde Judo von Kanō Jigorō (1860–1938) , einem Mönch, Anfang des 20. Jahrhunderts. Dieser schuf eine Symbiose aus verschiedenen alten Jiu-Jitsu Stilen (Koryu), welche er seit seiner Jugend mit großem Fleiß trainiert hatte.

Ein Judo-Kämpfer wird auch Judoka (jap. 柔道家) genannt, wobei das Suffix „Ka“ (jap. 家) die Bedeutung von „jemand, der in etwas bewandert ist“ hat.

Judo ist ein Weg zur Leibesertüchtigung und darüber hinaus auch eine Philosophie zur Persönlichkeits-entwicklung. Zwei philosophische Grundprinzipien liegen dem Judo im Wesentlichen zugrunde. Zum einen das gegenseitige Helfen und Verstehen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen (jita kyōei, 自他共栄) und zum anderen der bestmögliche Einsatz von Körper und Geist (seiryoku zenyō, 精力善用).

Ziel ist es, diese Prinzipien als eine Haltung in sich zu tragen und auf der Judomatte (jap. Tatami) bewusst in jeder Bewegung zum Ausdruck zu bringen. Ein Judo-Meister hört demnach im Idealfall niemals auf, Judo zu praktizieren, auch wenn er nicht im Dōjō (Trainingshalle) ist. Die beiden Säulen des Judo sind im traditionellen Sinne meist der Formenlauf, jap. Kata, und der Übungskampf, jap. Randori (auch als Wettkampf, jap. Shiai). Klassischerweise gehören daneben auch Kogi (講義, Lehrvortrag) und Mondō (問答, Lehrgespräch) zu diesen Säulen.

Das heutige Judo ist stark von den Wettkampftechniken der letzten Jahre dominiert und wird dementsprechend von sogenanntem Techniktraining geprägt, bei dem gezielt dafür geeignete Techniken trainiert werden.“ (Quelle: Wikipedia)

Ein paar „technische“ Hinweise zum Judo

Judo teilt sich grundsätzlich in den Boden- und den Standkampf. Den Bodenkampf kann man mit dem Ringen vergleichen. Ziel ist, den Partner auf den Rücken zu drehen und dessen Schultern 25 Sekunden auf der Matte zu halten. Dies bedeutet den Sieg des Kampfes. Weitere Techniken sind Würgen und Hebeln der Arme. In diesen Fällen ist der Kampf beendet wenn der Gegner abklopft.

Während eines Wettkampfes oder eines Übungskampfes, dem sogenannten Randori, beginnen die Kämpfer im Stand. Es gibt verschiedene Gruppen von Würfen wie beispielsweise die Fuß-, Hüft-, Hand- und Schulterwürfe. Die Bezeichnungen beschreiben, welches Körperteil derjenige, der wirft, maßgeblich für die Technik verwendet. Beim Hüftwurf wird der Gegner auf die Hüfte aufgeladen, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Je nach dem, wie gut der Wurf gelungen ist, bekommt der Werfer, der Tori, eine Wertung. Hierbei ist der Ipon der volle Punkt und ist im Wettkampf gleichbedeutend mit dem Sieg. Ein Wazari ist ein halber Punkt und wird für einen guten aber nicht perfekten Wurf vergeben. Der Yuko und Koka sind die nächst folgenden Wertungen, wobei beim Koka zumindest der Wurf und das „Niederringen“ auf den Boden erkennbar sein muss. Im Gegensatz zum Wazari können Yukos und Kokas nicht zu einer höheren Wertung addiert werden. Die Wertungen werden von Kampfrichtern vergeben.

Durch verschiedene Gürtelfarben wird im Judo deutlich gemacht, wie erfahren ein Kämpfer ist. Um den nächst höheren Gürtel zu bekommen, muss der Kämpfer eine praktische Prüfung ablegen. Es beginnt mit dem weißen Gürtel für Anfänger und endet mit dem schwarzen Gürtel, dem Dan, für die Meistergrade. Die rotweißen Gürtel darüber hinaus sind Ehrengrade.

Um Verletzungen zu vermeiden, gehört eine umfangreiche Fall- und Bewegungsschule zum Repertoire eines Kämpfers. Es ist unter anderem diese Schule, die auch zum Prüfungsprogramm der jeweiligen Gürtelprüfungen gehört. Man wird darin unterrichtet, sich sicher zu bewegen und lernt, wie man sich im Falle eines Sturzes richtig verhält. Es geht hier nicht um eine kognitiven Prozess, sondern um einen instinktiven Handlungsablauf, der durch wiederholte Randoris geschult wird.

Judo ist also nicht nur für jemand geeignet, der den leistungsorientierten Wettkampfsport liebt, sondern auch für jemand, der fit bleiben möchte und Spaß an einer athletischen und ästhetischen Sportart hat.“ (Klaus Meyer; http://www.bsbh.org/de/unsere-angebote/freizeit/judo/)